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25. November 2016

175. Geburtstag Wilhelm Pfannkuch

Manfred Schaub erinnert an den Gründer der nordhessischen SPD
Anlässlich des 175. Geburtstags Wilhelm Pfannkuchs am 28. November 2016 erinnerte der SPD-Bezirksvorsitzende Manfred Schaub an die fast vergessenen Pionierleistungen dieses großen nordhessischen Sozialdemokraten.

Schaub betonte die herausragende Lebensleistung Pfannkuchs. An erster Stelle nannte er 1867 die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Vereins in Kassel und damit die Gründung der nordhessischen SPD.
Als Sohn eines Arbeiters in Kassel geboren erlernte Pfannkuch nach der Schulzeit das Tischlerhandwerk und ging, wie damals üblich, sieben Jahre auf Wanderschaft. In Berlin begegnete er Ferdinand Lassalle, der die Glut des Gedankens der Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiterschaft und deren politischer Beteiligung an der gesellschaftlichen Entwicklung in ihm entfachte.
Von den Ideen Lassalles beseelt wirkte er nach seiner Wanderschaft als redebegabter Agitator für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) in der Nordhessischen Region.
Auf Veranlassung Pfannkuchs gründeten hauptsächlich die Zigarrenmacher und Henschelaner im März 1867 einen Ortsverein des ADAV in Kassel und schlossen sich wenige Wochen später mit anderen örtlichen Arbeitervereinen zu einer Bezirksorganisation zusammen.
Aufgrund von Repressalien und politischer Verfolgung in die Arbeitslosigkeit entlassen gründete Pfannkuch 1877 das „Casseler Volksblatt“ als Zentralorgan und Sprachrohr der Sozialdemokraten und wirkte trotz enormer Repressalien infolge des „Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ in der gesamten nordhessischen Region unermüdlich für die Sache der Arbeiterbewegung.
1884 wurde er Mitglied des Reichtages wo er an der Seite der Mehrheitssozialisten für die Einführung des Acht-Stunden-Tages und die Einführung des Frauenwahlrechts kämpfte. Auch setzte er sich massiv für die Wiedervereinigung von SPD und USPD ein. 1893 wurden seine herausragenden Lebensleitungen mit einem Platz als Sekretär im Parteivorstand belohnt, dem er fast drei Jahrzehnte angehörte.
Als Krönung seiner Laufbahn präsidiere Wilhelm Pfannkuch 1919 als Alterspräsident der deutschen Nationalversammlung in Weimar.
Am 14. September 1923 verstarb Wilhelm Pfannkuch.
2001 wurde die nordhessische SPD-Zentrale in Kassel nach ihm benannt.
„Wir erinnern an einen großen Sozialdemokraten. Er ist Teil unserer nordhessischen Parteigeschichte, die wir mit Stolz vergegenwärtigen und lebendig halten. In bester Tradition zu Wilhelm Pfannkuch treten wir bis heute ein für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit“, so Manfred Schaub.