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ARBEITSGEMEINSCHAFTEN

SPDqueer - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung

Die Schwusos Hessen-Nord beim CSD Kassel 2013
Teil des sozialdemokratischen Denkens: Gleichstellung aller

“Die Würde des Menschen ist unantastbar” heißt es im Artikel 1 des Grundgesetzes. Dies verlangt Achtung für jeden Menschen - unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität.
In den vergangenen Jahren hat es bereits große Veränderungen für Lesben und Schwule in Deutschland gegeben: Die Abschaffung des § 175 StGB und die Diskussion um die “Homo-Ehe” haben in der Gesellschaft eine positive Grundstimmung geschaffen. Das Lebenspartnerschaftsgesetz bildet einen wichtigen Schritt zur Normalisierung lesbischen und schwulen Lebens. Oder damit ist erst der erste Schritt in Richtung Normalität geschaffen.

Unser Selbstverständnis: Miteinander leben!

Gerade in einer Zeit der beschleunigten gesellschaftlichen Entwicklungen und Umbrüche will die SPD dies mit einer modernen und zukunftsorientierten Politik auf Bundesebene fortsetzen.
Aber nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den einzelnen Bezirken vor Ort engagieren wir uns für die Akzeptanz, Toleranz und Gleichstellung diskriminierter Minderheiten. Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD konzentriert sich hierbei auf lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle sowie transgender und intersexuelle Mitglieder.

Unser Motto: Respekt & Akzeptanz

Wir arbeiten für ein unverkrampftes und tolerantes Verhältnis zwischen hetero- und homosexuellen Menschen. Wir stehen für Kontinuität und Aktualität unserer Arbeit und wir wollen lesbisches, schwules, bisexuelles, transsexuelles, transgender und intersexuelles Selbstbewusstsein und Engagement in der SPD deutlich machen.
Viele Menschen sind heute eher bereit, die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland zu akzeptieren, als noch vor einem Jahrzehnt. Dennoch: Eine rechtlich größere Gleichstellung ändert nichts an bestehender Diskriminierung. Lesben und Schwule haben immer noch Schwierigkeiten, ihr “Anderssein” offen zu leben. Groß sind die Ängste vor möglichen Konsequenzen im Alltag: Angst vor schiefen Blicken aus der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz, Verluste der Arbeitsstelle oder Wohnung, Verlust von Freundschaften, Angst vor gewalttätigen Übergriffen. Lesben werden als Frau häufig doppelt diskriminiert. Sie sind gesellschaftlich weitgehend unsichtbar und zu selten in wichtigen Entscheidungspositionen anzutreffen. Um dies zu ändern bedarf es unser aller Engagement – tagtäglich und nicht nur im Kampf für Eigeninteresse, ein jeder Mensch muss sein Leben selbstbestimmt entfalten dürfen.

Unsere Lebensweise: Gleich & vielfältig!

Kurz um: Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auch ohne Verfassungsauftrag begreift, dass sie verarmt, wenn sie Menschen ausgrenzt und sie sich somit selbst ihrer Zukunftschancen beraubt.

ZIELE

1. Öffnung der Ehe.
2. Ergänzung von Art. 3 Abs. 3 GG sowie Art. 1 HV um das Merkmal "sexuelle Identität".
3. Aktionsplan gegen sexuelle Diskriminierung und für sexuelle Selbstbestimmung in Hessen
4. Rehabilitierung und Entschädigung der nach 1945 nach § 175 StGB Verurteilten
5. LSBTI-Rechte als unveräußerliche Menschenrechte anerkennen und weltweit vertreten.
6. Neufassung der Rechte trans- und intergeschlechtlicher Menschen.
7. Arbeitsrecht: diskriminierungsfrei und keine kirchlichen Sonderrechte.
8. Diskriminierung von schwulen Männern bei Blut- und Knochenmarkspenden beenden.
9. Prävention, Forschung und Behandlung von HIV/Aids, sexuell übertragbaren Krankheiten und Hepatitis-C-Infektionen deutlich stärken.
10. Bundesweiter Aktionsplan gegen Homophobie und zur Akzeptanz von LSBTI.
11. Strafverschärfungen: Wir fordern, dass vorurteilsmotivierte (hassmotivierte) Straftaten in der Strafzumessung verschärfend berücksichtigt werden müssen.
12. Asyl: Wir fordern die Anpassung an die europäische Rechtsauffassung zur Abschiebepraxis. LGBTI -Menschen dürfen nicht mit dem Hinweis abgeschoben werden, sie könnten ja "bedeckt" leben, um Verfolgung zu entgehen. Verfolgung ist gegeben, wenn Gefängnis oder gar Todesstrafe droht.

Mailadresse: Hessen-Nord@schwusos.de


Weitere Informationen der SPDqueer - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung auf Bundesebene unter www.spdqueer.de

Links:
SPDqueer Bundesebene
www.spdqueer.de
Meldungen:
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Bestätigt: Schwusos bringen zentrales Leitthema in der Bildungspolitik mit ein
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Florian Schneider
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