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70 Jahre Wiedergründung der nordhessischen SPD

Großes Fest im Werra-Meißner-Kreis
Der SPD-Bezirk Hessen-Nord, in dem fast 20.000 Mitglieder in der Stadt Kassel und sieben Landkreisen zusammengeschlossen sind, wird 70 Jahre alt.
Am 12. September 1945 forderte der Sozialdemokrat Karl Hermann die Verantwortlichen der nordhessischen Landkreise auf, alle Mitglieder von vor 1933 wieder „in ordentliche Strukturen zurückzuführen“. „Dieses Datum ist Anlass, die Neugründung der nordhessischen SPD zu feiern. Denn damals vor 70 Jahren begannen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Nordhessen, die SPD wieder aufzubauen, bis sie als Nordhessenpartei die treibende Kraft im nördlichen Landesteil wurde“, erläuterte Bezirksschatzmeister Dr. Edgar Franke auf dem Fest, das der SPD-Bezirk Hessen-Nord mit dem Unterbezirk Werra-Meißner und dem Ortsverein Bischhausen anlässlich des 70. Jahrestages der Wiedergründung feierte.
Der Geschäftsführer des DGB Region Nordhessen Michael Rudolph unterstrich die gute Zusammenarbeit von SPD und Gewerkschaften in Nordhessen. Seite an Seite haben SPD und Gewerkschaften für Arbeitnehmerrechte gestritten und vieles erreicht. Jüngstes Beispiel sei der Mindestlohn. „Den haben wir mit der SPD umgesetzt“, so Rudolph.
„Wir haben in traditionsreicher Geschichte immer das Notwendige und das Richtige für unser Land getan. Wir sind stolz darauf, dass die Sozialdemokratie in Nordhessen auch in schwierigen Zeiten als die Kraft der Veränderung hervorgegangen ist“, unterstrich der SPD-Bezirksvorsitzende Manfred Schaub.
Während der nationalsozialistischen Herrschaft war die SPD verboten und auch der damalige nordhessische SPD-Bezirk Kassel aufgelöst. Als von der Nazi-Diktatur unbelastet und sogar politisch verfolgt fanden sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gleich nach Kriegsende unter der Führung von Kurt Schumacher zusammen, um die Partei neu zu gründen. Schon ab Ende Mai 1945 bemühte sich eine „Bezirksleitung für den Bezirk Kurhessen“ mit Karl Herrmann an der Spitze um die Wiederzulassung der SPD. Und am 12. September 1945 richtete Hermann jenes Rundschreiben an die Verantwortlichen, alle Mitglieder vor 1933 wieder in ordentliche Strukturen zusammenzuführen.
Erster Bezirksvorsitzender wurde 1945 Stadtrat Christian Wittrock, der schon die Kasseler SPD wieder gegründet hatte. Über die Ministerpräsidenten Dr. Georg August Zinn und Holger Börner, den Staatsminister Hans Krollmann, den Innenminister Dr. Herbert Günther und den Landrat Udo Schlitzberger reicht die Linie bis Manfred Schaub, der seit 2001 Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Nord ist. „In dieser Tradition zu stehen, erfüllt mich mit Stolz und ist zugleich Verpflichtung!“, so Schaub. „Wir werden weiter insbesondere als die Kommunalpartei Nordhessens dafür sorgen, dass die Grundwerte der Sozialdemokratie die Gesellschaft gestalten.“

Bezirksvorsitzender Manfred Schaub spricht über die politischen Herausforderungen und Erfolge der Sozialdemokraten in der Region seit 1945
70 Jahre Wiedergründung des SPD-Bezirks Hessen-Nord
Manfred Schaub, Karina Fissmann, Sven Kölsch, Dr. Edgar Franke und Michael Rudolph